Fünf Schritte zur Realisierung Ihrer Einspeiseanlage in unserem Mittel- und Hochspannungsnetz

Sie möchten Ihren Strom selbst erzeugen?

Und überschüssige Energie in das Mittel- und Hochspannungsnetz der Pfalzwerke Netz AG einspeisen? Gerne begleiten wir Ihr Vorhaben – von der Voruntersuchung, über die Leistungszusage bis hin zur Inbetriebnahme. 

Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen und schnell zum gewünschten Ergebnis kommen.

Wenn Sie eine Erzeugungsanlage bauen und an unser Netz anschließen möchten, benötigen Sie zuerst eine Auskunft von uns, wo Sie Ihre Erzeugungsanlage anschließen können. Hierfür führen wir für Sie eine Vorabprüfung des Netzanschlusses durch. Hierzu benötigen wir:

  • ein ausgefülltes Formular E1. VDE 4110 (Mittelspannung) / VDE 4120 (Hochspannung), 
  • eine Nennung der Anzahl der Anlagen / alternativ E8. VDE 4110 mit Vorplanung
  • einen Standortlageplan mit Flurstückbezeichnungen 
  • einen Übersichtslageplan
  • eine Aufstellung von Geokoordinaten UTM

Die Formulare der VDE 4110 finden Sie hier.

Zusätzlich benötigen wir bei Windkraftanlagen einen Abschätzungs- oder Prüfbericht über die elektrischen Eigenschaften am Netz von Ihrem Anlagenbauer.

Bei Bio- und Deponiegas-, Biomasseanlagen als auch BHKWs benötigen wir ein technisches Datenblatt bzw. Typenschild.  

Das anschließend von uns kommunizierte Ergebnis stellt dann aber nur eine tagesaktuelle Netzauskunft dar. Die Netzsituation kann sich durch Anlagenzubau und Netzausbau in der Zeit nach Kommunikation unseres Vorabprüfungsergebnisses ändern. Eine Verschiebung des ursprünglichen Netzanschlusspunkts ist möglich. Welche Vorhaben zur Errichtung von Erzeugungsanlagen tatsächlich realisiert werden, können wir in frühen Projektstadien manchmal nur abschätzen.

Zwecks möglicher Netzausbauplanung bitten wir Sie, uns regelmäßig über Änderungen und Planungsstände auf dem Laufenden zu halten. Um bei genehmigungspflichtigen Bauvorhaben eine Leistungsreservierung, eine sog. Leistungszusage, von uns zu erhalten, benötigen wir als Nachweis noch:   

  • eine genehmigte Bauvoranfrage (positiver Bescheid), oder
  • einen eingereichten Bauantrag bzw. BImSchG-Antrag (jeweils Eingangsbestätigung) oder 
  • einen genehmigten Bauantrag bzw. Bauschein 

Bitte beachten Sie: Die erste Vorabprüfung des Netzanschlusses als auch die Erteilung der späteren Leistungszusage ist bei uns kostenfrei. Gebühren für weitere Vorabprüfungen stellen wir Ihnen ggf. in Rechnung und sind dann sofort fällig. Nach Realisierung und Inbetriebnahme der Anlage können Sie uns ein formloses Erstattungsschreiben inklusive Rechnung zusenden, um die erhobenen Gebühren zurückzuholen. Die Verjährung der Rückerstattung tritt nach drei Jahren ein. 

Wir prüfen die von Ihnen eingereichten Unterlagen und finden für Sie einen passenden Netzverknüpfungspunkt. Dies geschieht im Kontext aller bestehenden Stromerzeugungsanlagen und Anlagen mit Leistungszusagen in derselben Spannungsebene bei aktueller Netzsituation im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung.

Lässt sich Ihr Vorhaben in der vorliegenden Netzsituation umsetzen und Sie können uns eine der geforderten Nachweise einreichen, steht einer Leistungszusage nichts im Wege.

Die Zusage erhalten Sie schriftlich. Sie ist auf ein Jahr begrenzt. Bei Vorlage einer Genehmigung können wir die Frist um ein weiteres Jahr verlängern.

Bei Vorlage weiterer Realisierungsnachweise können wir die Frist um ein weiteres Jahr verlängern. Mit Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage wird deren Leistungszusage auf die Betriebszeit verlängert. 

Wenn Sie mit uns die Vorplanung zur Findung eines Netzanschlusspunkts als auch zur Leistungszusage abgeschlossen haben, stimmen wir gerne im nächsten Schritt die Parameter für ein Netzanschlussangebot mit Ihnen ab.

Nach Auftragserteilung setzen wir die Netzanbindung in einem zuvor definierten Zeitrahmen für Sie um. Die Netzanbindung beinhaltet die Verknüpfung zum Netz der Pfalzwerke Netz AG und die kundeneigene Schaltanlage mit Zähleinrichtung.

Zur Abnahme und Inbetriebsetzung benötigen wir im Vorfeld die Unterlagen unter Punkt 17 unserer technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 20 kV-Netz. Nach abschließender Prüfung der Dokumente vereinbaren wir einen Inbetriebsetzungstermin mit Ihnen.

Zur weiteren Überführung Ihrer Anlage in unsere Systeme und zur Sicherstellung einer gesetzeskonformen Vergütung gilt es noch weitere Meldungen und Nachweise bei uns einzureichen. Wir kommen mit einer Anforderungsliste gerne auf Sie direkt zu.

Betreiberwechsel managen

Steht ein Betreiberwechsel für Ihre Mittel- und Hochspannungsanlage an, müssen Sie dies innerhalb von vier Wochen bei allen melderelevanten Stellen anzeigen. Darunter auch das Marktstammdatenregister. Dieses bietet auf seiner Webseite ein Handbuch für den Betreiberwechsel an.

Zudem braucht die Übergabestation eine entsprechende Meldung
Weitere Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Relevante Downloads

Technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 20 kV-Netz

Technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 110 kV-Netz 

Signalliste zum Datenaustausch für Erzeugungsanlagen und Weiterverteiler

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