In sechs Schritten Einspeiser werden ab 100 kW In sechs Schritten Einspeiser werden ab 100 kW

Gerne begleiten wir Ihr Vorhaben – von der Voruntersuchung, über die Einspeisezusage bis hin zur Inbetriebnahme. 

Sie möchten Ihren Strom selbst erzeugen? Wir erklären Ihnen, wie Sie in sechs Schritten überschüssige Energie in das Mittel- und Hochspannungsnetz der Pfalzwerke Netz AG einspeisen.

Hier gelten neben den Vorgaben der VDE-AR-N 4105 für Erzeugungseinheiten und Speicher mit einer Leistung bis 135 kW und der VDE-AR-N 4110 für darüberliegende Leistungsklassen auch besondere Anschlussbedingungen, vor allem bei einem Mittel- und Hochspannungsanschluss. 

Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen und schnell zum gewünschten Ergebnis kommen.

Wenn Sie eine Erzeugungsanlage bauen und an unser Netz anschließen möchten, benötigen wir zuerst eine Anmeldung für den weiteren Prozess. 

Hierzu benötigen wir bei einem bereits vorhandenen Anschluss:

  • ein ausgefülltes Anmeldeformular, Download hier
  • einen Standortlageplan mit Flurstückbezeichnungen 

Das ausgefüllte Formular samt zugehöriger Unterlagen senden Sie bitte an unser Postfach Versorgungsmanagement@pfalzwerke-netz.de.

Wenn Sie eine Erzeugungsanlage bauen und an unser Netz anschließen möchten, benötigen Sie zuerst eine Auskunft von uns, wo Sie Ihre Erzeugungsanlage anschließen können. Hierfür führen wir für Sie eine Vorabprüfung des Netzanschlusses durch.

Hierzu benötigen wir für einen neuen Anschluss:

  • ein ausgefülltes Formular E1. VDE 4110 (Mittelspannung) / VDE 4120 (Hochspannung), 
  • eine Nennung der Anzahl der Anlagen / alternativ E8. VDE 4110 mit Vorplanung
  • einen Standortlageplan mit Flurstückbezeichnungen 
  • einen Übersichtslageplan
  • eine Aufstellung von Geokoordinaten UTM

Zusätzlich benötigen wir bei Windkraftanlagen einen Abschätzungs- oder Prüfbericht über die elektrischen Eigenschaften am Netz von Ihrem Anlagenbauer.

Bei Bio- und Deponiegas-, Biomasseanlagen als auch BHKWs benötigen wir ein technisches Datenblatt bzw. Typenschild.

Das ausgefüllte Formular samt zugehöriger Unterlagen senden Sie bitte an unser Postfach Versorgungsmanagement@pfalzwerke-netz.de.

Im Falle der Anmeldung von behördlich nicht genehmigungspflichtigen Großanlagen erteilen wir im Zuge der Vorabprüfung des Netzanschlusses eine vorläufig befristete Einspeisezusage.

Im Falle von behördlich zu genehmigenden Vorhaben kommunizieren wir im ersten Schritt nur eine tagesaktuelle Netzauskunft. Die Netzsituation kann sich durch Anlagenzubau und Netzausbau danach auch wieder ändern. Eine Verschiebung des ursprünglichen Netzanschlusspunkts ist möglich. Welche Vorhaben zur Errichtung von Erzeugungsanlagen tatsächlich realisiert werden, können wir in frühen Projektstadien manchmal nur abschätzen.

Zwecks möglicher Netzausbauplanung bitten wir Sie, uns regelmäßig über Änderungen und Planungsstände auf dem Laufenden zu halten. Um bei behördlich genehmigungspflichtigen Bauvorhaben eine Leistungsreservierung, eine sogenannte Einspeisezusage, von uns zu erhalten, benötigen wir als Nachweis noch:    

  • eine genehmigte Bauvoranfrage (positiver Bescheid) oder
  • einen eingereichten Bauantrag bzw. BImSchG-Antrag (jeweils Eingangsbestätigung) oder 
  • einen genehmigten Bauantrag bzw. Bauschein 

Bitte beachten Sie: Die erste Vorabprüfung des Netzanschlusses als auch die Erteilung der späteren Leistungszusage ist bei uns unentgeltlich. Gebühren für weitere Vorabprüfungen stellen wir Ihnen ggf. mit sofortiger Fälligkeit in Rechnung. Nach Realisierung und Inbetriebnahme der Anlage können Sie uns ein formloses Erstattungsschreiben inklusive Rechnung zusenden, um die erhobenen Gebühren zurückzufordern. Die Verjährung der Rückerstattung tritt nach drei Jahren ein. 

Wir prüfen die von Ihnen eingereichten Unterlagen und finden für Sie einen passenden Netzverknüpfungspunkt. Dies geschieht im Kontext aller bestehenden Stromerzeugungsanlagen und Anlagen mit Leistungszusagen in derselben Spannungsebene bei aktueller Netzsituation im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung.

Lässt sich Ihr Vorhaben in der vorliegenden Netzsituation umsetzen und Sie können uns eine der geforderten Nachweise einreichen, steht einer Leistungszusage nichts im Wege.

Die Zusage erhalten Sie schriftlich. Sie ist auf ein Jahr begrenzt. Bei Vorlage einer Genehmigung können wir die Frist um ein weiteres Jahr verlängern.

Bei Vorlage weiterer Realisierungsnachweise können wir die Frist um ein weiteres Jahr verlängern. Mit Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage wird deren Leistungszusage auf die Betriebszeit verlängert. 

Wenn Sie mit uns die Vorplanung zur Findung eines Netzanschlusspunkts als auch zur Einspeisezusage abgeschlossen haben, stimmen wir gerne im nächsten Schritt die Parameter für ein Netzanschlussangebot mit Ihnen ab.

Nach Auftragserteilung setzen wir die Netzanbindung in einem zuvor definierten Zeitrahmen für Sie um. Die Netzanbindung beinhaltet die Verknüpfung zum Netz der Pfalzwerke Netz AG und die kundeneigene Schaltanlage mit Zähleinrichtung.

Zur Abnahme und Inbetriebsetzung benötigen wir im Vorfeld die Unterlagen unter Punkt 17 unserer technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 20 kV-Netz. Nach abschließender Prüfung der Dokumente vereinbaren wir einen Inbetriebsetzungstermin mit Ihnen.

Zur weiteren Überführung Ihrer Großanlage in unsere Systeme und zur Sicherstellung einer gesetzeskonformen Vergütung gilt es noch weitere Meldungen und Nachweise bei uns einzureichen. Bitte nehmen Sie hierzu gesondert Kontakt per Mail mit uns auf.

Betreiberwechsel managen

Steht ein Betreiberwechsel für Ihre Mittel- und Hochspannungsanlage an, müssen Sie dies innerhalb von vier Wochen bei allen melderelevanten Stellen anzeigen. Darunter auch das Marktstammdatenregister. Dieses bietet auf seiner Webseite ein Handbuch für den Betreiberwechsel an.

Zudem braucht die Übergabestation eine entsprechende Meldung
Weitere Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Relevante Downloads

Technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 20 kV-Netz

Technischen Richtlinien für den Anschluss und Betrieb an unser 110 kV-Netz 

Signalliste zum Datenaustausch für Erzeugungsanlagen und Weiterverteiler

Sie haben Fragen rund um dieses Thema? Wir sind für Sie da.

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