Wie würden Sie die Verkehrssituation in Sippersfeld vor Einsatz der Geschwindigkeitsanzeige beschreiben?
Hr. Heiler: Wir haben in Sippersfeld eine besondere Situation: Die L934 ist eine Durchgangsstraße mit überörtlicher Bedeutung und verbindet mehrere Orte. Durch die gerade Streckenführung - teils bergab - lädt sie Autofahrer regelrecht dazu ein, zu schnell in den Ort hineinzufahren. Entlang der Strecke liegen Kindergarten, Dorfplatz und Arztpraxen, also Bereiche, in denen viele Fußgänger unterwegs sind. Gerade Eltern und Anwohner, deren Kinder die Straße zur Schule überqueren, haben sich wiederholt gemeldet. Viele wünschten sich Maßnahmen, weil das subjektive Gefühl war: „Hier fährt jeder zu schnell.“
Bauliche Maßnahmen wie künstliche Kurven oder Fahrbahnverengungen sind schwer umzusetzen, da die Landesbehörde bei Landesstraßen sehr strenge Vorgaben hat. Deshalb war klar: Wir müssen über andere, unbürokratische Lösungen nachdenken.
Wie sind Sie erstmals auf das Angebot der Pfalzwerke aufmerksam geworden?
Hr. Heiler: Das war tatsächlich Zufall. Im Nachbarort hing eine solche Tafel, und als ich den dortigen Bürgermeister darauf ansprach, erfuhr ich, dass sie von den Pfalzwerken stammt. So kam der Stein ins Rollen. Die Anzeige wandert derzeit nun in die umliegenden Orte; im Januar geht sie von Sippersfeld zwei Orte weiter. Es ist ein tolles Modell: unkompliziert, regional und mit echtem Mehrwert.
Was waren Ihre Erwartungen, als Sie die Leih-Anzeige erstmals installiert haben?
Hr. Heiler: Wir hatten vor allem die Hoffnung, dass die optische Signalgebung wirklich wirkt. Zudem wollten wir als Gemeinde zeigen, dass nicht immer sofort große Investitionen nötig sind. Eine solche Testphase ist ein wertvolles Zeichen an die Bevölkerung: Wir handeln und nutzen dafür zunächst kostenfreie Angebote, bevor Steuergelder eingesetzt werden. Das Schöne ist: Nachdem wir die Anzeige installiert haben, haben wir erstmals messbare Daten und viele Rückmeldungen, dass sich tatsächlich etwas getan hat. Die optische Signalwirkung - lachend oder traurig blinkend - wird wahrgenommen und führt nachweislich zu angepasstem Fahren.
Wie hat die Bevölkerung auf die temporäre Anzeige reagiert?
Hr. Heiler: Praktisch ausschließlich positiv. Die wenigen Stimmen, die meinten, es bringe nichts oder wir hätten die Tafel bereits gekauft, sind schnell verstummt. Besonders erfreulich: Unsere Gemeindearbeiter waren sehr angetan von der einfachen Handhabung. Die Anzeige ist dank Solarmodul komplett autark und lässt sich unkompliziert montieren und programmieren. Auch die anfänglichen Fragen zu Vandalismus und Versicherung ließen sich schnell klären.
Wie möchten Sie die Daten künftig nutzen?
Hr. Heiler: Wir wollen sie im Gemeinderat vorstellen und auf dieser Basis entscheiden, ob doch bauliche Maßnahmen nötig sind. Mit reinen Bauchgefühlen kommt man bei Genehmigungsbehörden nicht weit - mit Daten schon. Damit können wir belegen: Es wird zu schnell gefahren. Unser Ziel ist ganz klar, Unfälle zu verhindern, bevor diese passieren.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken während der Leihphase erlebt?
Hr. Heiler: Sehr unkompliziert. Eine kurze E-Mail, ein Anruf und schon lief alles. Die Weitergabe über Nachbargemeinden funktionierte reibungslos.
Wie hilfreich war es, eine Geschwindigkeitsanzeige kostenlos testen zu können?
Hr. Heiler: Extrem hilfreich. Die Pfalzwerke sind hier in einer neutralen Rolle, denn sie wollen das Gerät ja nicht verkaufen, sondern lediglich zur Verfügung stellen. Drei Monate kostenfrei testen zu können, ist ein großer Vorteil. Auf diesem „kurzen Dienstweg“ haben wir schnell eine Entscheidung treffen können. Das Gerät ist robust, autark und einfach zu bedienen. Für jede Gemeinde, ob Neubaugebiet oder Hauptstraße, ist das eine absolute Empfehlung.
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Sippersfeld ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie pragmatische und regionale Zusammenarbeit Kommunen spürbar entlasten und den Alltag sicherer machen kann. Haben Sie ebenfalls Interesse daran, unser kostenfreies Angebot zu nutzen und die Wirkung von Geschwindigkeitsanzeigen in Ihrem Ort zu testen? Dann melden Sie sich hier.