Um Wettbewerb zu simulieren, gibt es Regulierungswerkzeuge wie die Anreizregulierung. Bei einer Anpassung der Erlösobergrenze gemäß § 4 Abs. 3 und 5 der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sind wir dazu verpflichtet, auch Ihre Entgelte anzupassen, soweit sich daraus eine Senkung der Netzentgelte ergäbe.
Indikative Netznutzungsentgelte
Veröffentlichung der voraussichtlichen Netznutzungsentgelte ab 01.01.2027 nach § 20 Abs.1 Satz 2, § 21 Abs. 3 EnWG
Gemäß § 6 ARegV wurde zu Beginn der vierten Regulierungsperiode (2024 bis 2028) eine neue Erlösobergrenze (EOG) für die Pfalzwerke Netz AG (PW Netz AG) festgelegt. Die PW Netz AG hat die Höhe der EOG 2027 gemäß den Vorgaben der ARegV (insb. § 4 Abs. 3, 4 ARegV) und entsprechend den BNetzA-Hinweisen zur Anpassung der EOG 2027 ermittelt.
Auf dieser Basis haben wir die Entgelte für die Netznutzung und den grundzuständigen Messstellenbetrieb ab 01.01.2027 neu kalkuliert. Dabei handelt es sich um eine Indikation auf Basis von aktuellen Erkenntnissen. Bis zum Jahresende 2026 werden die endgültigen, ab 01.01.2027 geltenden Netznutzungsentgelte bekannt gegeben.
Die vorläufigen Netzentgelte wurden unter Berücksichtigung einer Reduktion in den vorgelagerten Netzkosten auf Basis eines Zuschusses zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten kalkuliert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung befindet sich das Vorhaben noch im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren. Die Netznutzungsentgelte für das Jahr 2027 stehen somit unter dem Vorbehalt, dass die gesetzliche Regelung im parlamentarischen Verfahren verabschiedet wird. Falls bis zum Veröffentlichungszeitpunkt der finalen Netzentgelte zum Ende dieses Jahres keine Rechtssicherheit besteht, ist davon auszugehen, dass sich die Netznutzungsentgelte für das Jahr 2027 im Vergleich zu dieser Indikation erhöhen werden.
Die Umlagen gemäß § 26 KWKG, § 19 Abs. 2 StromNEV (Aufschlag für besondere Netznutzung) und § 17f EnWG (Offshore-Haftung) sowie die Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer sind nicht in den indikativen Netzentgelten enthalten. Die für das Jahr 2027 zu erwartenden, gesetzlichen Umlagen werden zu gegebener Zeit von den Übertragungsnetzbetreibern auf ihrer Internet-Plattform https://www.netztransparenz.de/ veröffentlicht.
Die ab 01.01.2027 nach aktuellem Kenntnisstand voraussichtlich zu erwartenden Netzentgelte sind dem untenstehenden Download zu entnehmen:
Indikative Netzentgelte 2027 als PDF herunterladen
Information zu den theoretischen Netzentgelten 2027 ohne Berücksichtigung Bundeszuschuss
Netzentgelte 2026 als PDF herunterladen
Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 2026
Veröffentlichung der fiktiven Netznutzungsentgelte ab 01.01.2026 nach § 20 Abs. 1 Satz 2, § 21 Abs. 3 EnWG i. V. m. § 118 Abs. 5a Satz 2 EnWG
Zur Entlastung der Stromverbraucherinnen und -verbraucher hat die Bundesregierung beschlossen, den Übertragungsnetzbetreibern mit Regelzonenverantwortung im Kalenderjahr 2026 einen Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro zu gewähren (§ 24c EnWG).
Der Zuschuss dient der anteiligen Deckung der Übertragungsnetzkosten und ist bei der Ermittlung der bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte mindernd zu berücksichtigen. Dadurch werden die Netzentgelte für Letztverbraucher im Jahr 2026 gesenkt. Gemäß § 118 Absätze 5 und 5a EnWG sind Stromlieferanten verpflichtet, die sich aus der Netzentgeltminderung ergebende Kostenentlastung an ihre Kundinnen und Kunden weiterzugeben und über die Wirkung des Zuschusses transparent zu informieren.
Betreiber von Übertragungsnetzen haben zudem einmalig sowohl das mit Zuschuss als auch das ohne Zuschuss berechnete bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelt zu veröffentlichen. Die Verteilnetzbetreiber sind einmalig für das Kalenderjahr 2026 verpflichtet, auf ihrer Internetseite für typisierte Abnahmefälle neben dem Netzentgelt, das sich unter Berücksichtigung des reduzierten Übertragungsnetzentgelts ergibt, auch ein fiktives Netzentgelt zu veröffentlichen, wie es sich ohne Berücksichtigung des reduzierten Übertragungsnetzentgelts ergäbe.
Die sich theoretisch ab 01.01.2026 ohne Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten ergebenden, fiktiven Netzentgelte sind in der nachfolgenden Tabelle für typisierte Abnahmefälle dargestellt. Alle Entgelte gelten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
| Typisierter Abnahmefall | Entgelt mit Berücksichtigung des ÜNB-Zuschusses | Fiktives Entgelt ohne Berücksichtigung des ÜNB-Zuschusses |
| Haushaltskunde in der Niederspannung mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh | 297,37 € | 387,67 € |
| Gewerbekunde in der Niederspannung mit einem Jahresverbrauch von 50.000 kWh | 3.226,87 € | 4.516,87 € |
| Industriekunde in der Mittelspannung mit einem Jahresverbrauch von 24 GWh und 6.000 Jahresbenutzungsstunden | 797.560,00 € | 1.182.520,00 € |
Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV
Frühere Netzentgelte
Sie möchten sich über frühere Netzentgelte informieren? Hier finden Sie alle Netzentgelte der vergangenen Jahre.