Netzentgelte Strom

Stromnetze haben eine natürliche Monopolstellung inne: Denn Wettbewerb wirkt nur eingeschränkt oder ist ganz außer Kraft gesetzt. Dennoch müssen die Entgelte für die Durchleitung von Strom transparent und angemessen kalkuliert werden. Auf diese Weise möchte die Bundesnetzagentur die Interessen von Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen sichern.

Um Wettbewerb zu simulieren, gibt es Regulierungswerkzeuge wie die Anreizregulierung. Bei einer Anpassung der Erlösobergrenze gemäß § 4 Abs. 3 und 5 der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sind wir dazu verpflichtet, auch Ihre Entgelte anzupassen, soweit sich daraus eine Senkung der Netzentgelte ergäbe.

Aktuelle Netzentgelte

 

Die jährlichen Erlösobergrenzen (EO) der Pfalzwerke Netz AG für die dritte Regulierungsperiode (2019 bis 2023) wurden von der Bundesnetzagentur (BNetzA) festgelegt und bilden den Ausgangspunkt für die Kalkulation der Netzentgelte 2021. Entsprechend den Hinweisen der BNetzA wurde die EO aktualisiert; auf dieser Grundlage haben wir die am 08.10.2020 veröffentlichten vorläufigen Netzentgelte für das Kalenderjahr 2021 kalkuliert. 

Seither ergaben sich jedoch neue Erkenntnisse: Corona-bedingt ist wie schon im laufenden Jahr mit Veränderungen der Absatzstruktur zu rechnen. Außerdem ergibt sich aus einem Anhörungsentwurf der BNetzA zur Saldierung des Regulierungskontos für 2013-16 in den kommenden Jahren ein Ausgleichsbedarf. Die verursachungsgerechte Weitergabe dieser Effekte ergab im Vergleich zu den vorläufigen Netzentgelten Entlastungen auf den höheren Netzebenen (HS, HS/MS, MS) und höhere Entgelte auf den unteren Netzebenen. 

Bei den vorgelagerten Netzbetreibern gab es keine Änderungen gegenüber den vorläufigen Netzentgelten für 2021. Die Preise für die vorgelagerten Netzebenen, insbes. beim vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen Ursächlich hierfür ist die sukzessive Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte gemäß § 32a StromNEV. Für das Jahr 2021 setzt sich das Netzentgelte der ÜNB aus einem 40 % individuellen und zu 60 % bundeseinheitlichen Netzentgeltanteil zusammen. Gleichwohl rechnen wir wegen voraussichtlich niedrigerer Bezugsmengen mit etwas geringeren Kosten für die Nutzung vorgelagerter Netze.

Mit den Entgelten für den Netzzugang und den Messentgelten sind auch die Umlagen gemäß § 26 KWKG, § 19 Abs. 2 StromNEV (atypische und intensive Netznutzung), § 17f EnWG (Offshore-Netzumlage) und § 18 AbLaV (Lastabschaltung) sowie die Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer abzurechnen.

Die Netzentgelte für das Kalenderjahr 2021 einschließlich Umlagen und Abgaben sind dem untenstehenden Download zu entnehmen:

 

Netzentgelte für das Kalenderjahr 2021

Netzentgelte 2021 als PDF herunterladen

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV

Frühere Netzentgelte

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