Netzentgelte Strom Netzentgelte Strom

Stromnetze haben eine natürliche Monopolstellung inne: Denn Wettbewerb wirkt nur eingeschränkt oder ist ganz außer Kraft gesetzt. Dennoch müssen die Entgelte für die Durchleitung von Strom transparent und angemessen kalkuliert werden. Auf diese Weise möchte die Bundesnetzagentur die Interessen von Verbraucher*innen und Energieversorgungsunternehmen sichern.

Um Wettbewerb zu simulieren, gibt es Regulierungswerkzeuge wie die Anreizregulierung. Bei einer Anpassung der Erlösobergrenze gemäß § 4 Abs. 3 und 5 der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sind wir dazu verpflichtet, auch Ihre Entgelte anzupassen, soweit sich daraus eine Senkung der Netzentgelte ergäbe.

Indikative Netzentgelte 2023

 

Veröffentlichung der voraussichtlichen Netznutzungsentgelte ab 01.01.2023 nach § 20 Abs.1 Satz 2, § 21 Abs. 3 EnWG

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Erlösobergrenze (EO) der Pfalzwerke Netz AG für die dritte Regulierungsperiode (2019 bis 2023) festgelegt. Sie wurde entsprechend den BNetzA-Hinweisen zur Anpassung der EO 2023 gemäß § 4 Abs. 3, 4 ARegV für das Kalenderjahr 2023 angepasst.

Auf dieser Basis haben wir die Entgelte für die Netznutzung und den grundzuständigen Messstellenbetrieb ab 01.01.2023 neu kalkuliert. Dabei handelt es sich um eine Indikation. Bis zum Jahresende können neuere Erkenntnisse noch zu einer Änderung der ab 01.01.2023 geltenden Netznutzungsentgelte führen.

Dies gilt in diesem Jahr insb. für die vorgelagerten Netzkosten. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben erstmalig bundeseinheitliche Netzentgelte veröffentlicht, entsprechend den Anforderungen aus dem Netz­entgeltmodernisierungsgesetz von 2017.

Der dem Pfalzwerke-Netz vorgelagerte ÜNB, Amprion, plant bisher nur eine moderate Erhöhung seiner Netzentgelte. Dies steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass der Bund aus dem dritten Entlastungspaket genügend Mittel zur Stabilisierung der Preise zur Verfügung stellt. Zur Zwischenfinanzierung greifen die ÜNB auf die Überschüsse des EEG-Kontos zu.

Die Kostensteigerungen sind auf den starken Preisanstieg an den Energiemärkten zurückzuführen. Dies führt bei allen Netzbetreibern, auch bei den Verteilernetzbetreibern (VNB), zu erheblichen Kostensteigerungen für Redispatch und Verlustenergie. Der Referenzpreis für Verlustenergie hat sich von 2022 auf 2023 von 54,30 €/MWh auf 143,73 €/MWh fast verdreifacht. Weitere Kostensteigerungen gibt es bei den ÜNB für Netzreserve und die Vorhaltung von Regelleistung.

Einen Teil der Kostensteigerungen der ÜNB übernimmt im Rahmen des dritten Entlastungspakets voraussichtlich der Bund. Für die VNB sind dort aber keine Entlastungen vorgesehen; sie müssen die Kostensteigerungen für Redispatch und Verlustenergie in den Netzentgelten weitergeben. Dies führt zu größeren Erhöhungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Umlagen gemäß § 26 KWKG, § 19 Abs. 2 StromNEV (atypische und intensive Netznutzung), § 17f EnWG (Offshore-Haftung) und § 13i EnWG i.V.m. § 18 AbLaV (Lastabschaltung) sowie die Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer sind nicht in den indikativen Netzentgelten enthalten. Die für das Jahr 2023 zu erwartenden gesetzlichen Umlagen werden zur gegebenen Zeit von den ÜNB auf ihrer Internet-Plattform https://www.netztransparenz.de/ veröffentlicht.

Die ab 01.01.2023 voraussichtlich zu erwartenden Netzentgelte sind dem untenstehenden Download zu ent­nehmen:

Indikative Netzentgelte 2023 als PDF herunterladen

Aktuelle Netzentgelte

 

Veröffentlichung der Netznutzungsentgelte ab 01.01.2022 nach § 20 Abs.1, § 21 Abs. 3 EnWG


Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Erlösobergrenze (EO) der Pfalzwerke Netz AG für die dritte Regulierungsperiode (2019 bis 2023) festgelegt. Sie wurde entsprechend den BNetzA-Hinweisen zur Anpassung der EO 2022 gemäß § 4 Abs. 3, 4 ARegV für das Kalenderjahr 2022 angepasst. Auf dieser Basis haben wir die Entgelte für die Netznutzung und den grundzuständigen Messstellenbetrieb ab 01.01.2022 neu kalkuliert und am 06.10.2021 die voraussichtlichen Entgelte veröffentlicht. Gegenüber dieser indikativen Entgeltveröffentlichung gibt es keine Änderung. 

Die Preise für die vorgelagerten Netzebenen, insbes. das an den vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zu zahlende Arbeits- und Leistungsentgelt, sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 20 % gestiegen. Ursächlich hierfür ist die sukzessive Vereinheitlichung der ÜbertragungsNetzentgelte gemäß § 32a StromNEV. Für das Jahr 2022 setzt sich das Netzentgelte der ÜNB zusammen aus einem 20 % individuellen und zu 80 % bundeseinheitlichen Netzentgeltanteil. 

Ein weiterer Effekt aus dem Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur ist die Abschmelzung der vermiedenen Netzentgelten, der sich kostenmindernd auswirkt. Bereits seit dem Jahr 2020 entfallen die vNe für volatile Bestandsanlagen. 

Die Entschädigungen nach § 15 Abs. 1 EEG, die die Voraussetzungen des § 15 Abs. 2 EEG erfüllen, wurden zum 01.10.2021 außer Kraft gesetzt und durch die Nachfolgeregelung Redispatch 2.0 abgelöst. Die prognostizierten Entschädigungen sind bis einschließlich 2023 als dauerhaft nicht beinflussbare Kosten zu behandeln.

Die Umlagen gemäß § 26 KWKG, § 19 Abs. 2 StromNEV (atypische und intensive Netznutzung), § 17f EnWG (Offshore-Haftung) und § 13i EnWG, § 18 AbLaV (Lastabschaltung) sowie die Konzessionsabgaben und Umsatzsteuer sind nicht in den Netzentgelten enthalten. Die für das Jahr 2022 zu erwartenden gesetzlichen Umlagen wurden von den ÜNB auf ihrer Internet-Plattform https://www.netztransparenz.de/ veröffentlicht.

Die ab 01.01.2022 geltenden Netz- und Messentgelte sind dem untenstehenden Download zu entnehmen:

Netzentgelte für das Kalenderjahr 2022

Netzentgelte 2022 als PDF herunterladen

Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach § 18 Abs. 2 StromNEV

Frühere Netzentgelte

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