In sechs Schritten Einspeiser werden

Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland produzieren selbst Strom. Möchten Sie ebenfalls Strom erzeugen? Willkommen in der wachsenden Gemeinschaft! 

Wir erklären Ihnen, wie Sie in sechs Schritten zum Stromproduzenten werden und Anderen Energie aus Sonne, Biomasse oder Brennstoffzellen zur Verfügung stellen.

Mit Ihrer Anmeldung informieren Sie uns darüber, dass Sie künftig Energie in unser Niederspannungsnetz einspeisen möchten und dafür eine Erzeugungs- und/oder eine Speicheranlage planen. Füllen Sie hierfür das Formular „Anmeldung einer Erzeugungs-/Speicheranlage im Parallelbetrieb mit dem Niederspannungsnetz der Pfalzwerke Netz AG“ aus und unterschreiben Sie es. 
Um Ihre Anmeldung zügig bearbeiten zu können, schicken Sie uns das Dokument per E-Mail an erzeugungsanlagen@pfalzwerke-netz.de unter dem Betreff „EZA, [Ort], [Straße], [Name]“ zu. Fügen Sie Ihrer E-Mail bitte auch einen Lageplan mit Flurstücknummer bei. Aus dem Lageplan müssen die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsort der Erzeugungsanlage hervorgehen (Maßstab 1:500 bzw. 1:1000). 
Eine Anmeldung ist nicht nur bei neuen Anlagen notwendig: Sie ist auch erforderlich, wenn Sie bereits eine Leistungszusage erhalten haben, sich aber technische Änderungen an oder eine Erweiterung der Anlage ergeben. Auch wenn bestehende Anlagen erweitert oder geändert werden sollen, müssen wir vorab die Netzverträglichkeit sowie die Konformität zu geltenden technischen Regelungen prüfen. Dabei ist die elektrische Gesamtleistung am bestehenden Netzanschluss relevant. 

Tipp: Heben Sie alle Unterlagen auf. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Änderung an Ihrer Anlage ergeben, ist ein Großteil der Arbeit bereits erledigt. 

Jede Erzeugungs- und Speicheranlage wird von uns auf ihre Netzverträglichkeit überprüft. Dabei finden wir für Sie den netztechnisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt. Je nach Größe, Art der Anlage, Begebenheiten vor Ort und Anzahl weiterer Anträge kann diese Prüfung bis zu sechs Wochen dauern. Übersteigt die geplante oder bereits installierte Leistung auf dem Grundstück eine Gesamtleistung von 30 kW, handelt es sich um einen Sonderanschluss. In diesem Fall benötigen wir eine schriftliche Beauftragung von Ihnen  per E-Mail an erzeugungsanlagen@pfalzwerke-netz.de. Nehmen Sie die Anlage nicht fristgerecht in Betrieb, stellen wir Ihnen die genannten Kosten in Rechnung. Nach erfolgter Inbetriebnahme erstatten wir Ihnen den kompletten Betrag.

Erfolgt für Ihren Standort bei aktueller Netzanschlusssituation im Zuge der Netzverträglichkeitsprüfung ein positives Ergebnis, erhalten Sie von uns eine Leistungszusage: Mit dieser reservieren wir den Netzverknüpfungspunkt für Sie. So haben Sie 6 Monate Zeit, die von Ihnen angemeldete Erzeugungsanlage von Ihrem Elektroinstallateur fertigstellen zu lassen. Andernfalls bitten wir Sie um Kontaktaufnahme. Wir werden Sie über die weitere Vorgehensweise informieren.  
Der Leistungszusage legen wir ein Formular bei, das Sie im nächsten Schritt für die Beantragung der Inbetriebsetzung brauchen werden. Es nennt sich „II. Inbetriebsetzungsauftrag einer Erzeugungsanlage“. 
Bitte beachten Sie, dass die Leistungszusage nach 6 Monaten verfällt und dabei das Datum der schriftlichen Leistungszusage gilt. 
Ändert sich Ihre Anlage oder die Leistung, müssen Sie eine erneute Anfrage bei uns starten. 

Ist Ihre Erzeugungs- und/oder Speicheranlage fertiggestellt, fällt für die Inbetriebsetzung etwas Papierarbeit an. Folgende Unterlagen sind erforderlich: 

Senden Sie die Unterlagen bitte ausgefüllt und unterschrieben per E-Mail an erzeugungsanlagen@pfalzwerke-netz.de unter dem Betreff „EZA-IB, [Ort], [Straße], [Name]“

Elektrizität vereinfacht unser Leben, kann es aber auch gefährden. Um die Sicherheit zu steigern, behalten wir uns vor, Anlagen stichprobenartig in Augenschein zu nehmen und zu bewerten. Darüber hinaus gilt: Ohne unsere Zustimmung dürfen Erzeugungsanlagen nicht mit dem Netz der Pfalzwerke Netz AG parallelgeschaltet werden. Denn es können Schäden bei Dritten entstehen, für die Sie als Anlagenbetreiber und/oder Ihr Elektroinstallateur als Anlagenerrichter haften.

Mit der Zählermontage beziehungsweise dem Zähleraustausch schaffen wir die Voraussetzung für die Inbetriebnahme Ihrer Erzeugungslange. Kontaktieren Sie uns mindestens 6 Werktage vor der geplanten Abnahme, um einen Termin zu vereinbaren. Bei der Abnahme muss der verantwortliche Errichter der Anlage, also Ihr Elektroinstallateur, für die Anlagenprüfung mit vor Ort sein. 
Die Inbetriebsetzung selbst nimmt Ihr Elektroinstallateur vor. Das dazugehörige Inbetriebsetzungsprotokoll F.1 der VDE-AR-N 4105 übergeben Sie spätestens bei der Installation der Abrechnungsmessung ausgefüllt und unterschrieben an uns. Senden Sie uns eine E-Mail an erzeugungsanlagen@pfalzwerke-netz.de

Als frisch gebackener Anlagenbetreiber sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, Ihre Anlage im Marktstammdatenregister (MaStR)  anzumelden. Nach Inbetriebnahme haben Sie einen Monat Zeit dafür. Dank des Online-Portals der Bundesnetzagentur  können Sie dies bequem von Zuhause aus erledigen. Bei der Registrierung werden Sie nach der „vom Netzbetreiber vergebenen Identifizierungsnummer“ bzw. dem „EEG-Anlagenschlüssel“ gefragt. Die Registrierung kann zwar ohne diese Angabe abgeschlossen werden, muss aber zu einem späteren Zeitpunkt um diese ergänzt werden. Bitte geben Sie hier unbedingt den 33-stelligen Anlagenschlüssel an, sobald er Ihnen vorliegt. Er beginnt mit „E30254…“ und ermöglicht uns eine eindeutige Zuordnung in unserem System. Wir versenden den Anlagenschlüssel mit Ihrem Vertrag bzw. Ihrer ersten Gutschrift.

Steckerfertige Photovoltaik-Anlagen

Plug-and-play – steckerfertige PV-Anlagen bieten insbesondere Haushalten mit kleinem Stromverbrauch die Möglichkeit, sich aktiv am Energiemarkt zu beteiligen und sind theoretisch rasch an einem Balkon angebracht. Doch Obacht: Das Einstecken einer Erzeugungsanlage lässt sich nicht gleichsetzen mit dem Einstecken eines anderen Elektrohaushaltsgeräts. Es braucht eine spezielle Energiesteckvorrichtung, die den Anforderungen des Vorschriftenwerks gerecht werden muss. Und es bedarf einer Anmeldung bei uns. Wir haben für Sie die Voraussetzungen für eine Inbetriebnahme hier zusammengefasst. 

Erfahren Sie mehr zum Thema Einspeisemanagement

Welche technischen Besonderheiten muss man bei der Errichtung von Erzeugungsanlagen beachten? Wir erklären Ihnen, weshalb Sie schon bald wissen, was ein Tonfrequenz-Rundsteuerempfänger ist. 

Service-Checks für Ihre Photovoltaikanlage

Machen Sie den Fitness-Check und nutzen Sie unsere fachliche Expertise. 

Relevante Downloads

Steckerfertige PV-Anlagen – Voraussetzungen für eine Inbetriebnahme

Infoblatt „Was ist bei der Errichtung einer Erzeugungsanlage im Parallelbetrieb mit dem Niederspannungsnetz der Pfalzwerke Netz AG zu beachten?“ 

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